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Amtliche Abkürzung:NDüngGewNPVO
Fassung vom:03.05.2021
Gültig ab:08.05.2021
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Niedersachsen
Gliederungs-Nr:78410
Niedersächsische Verordnung über düngerechtliche Anforderungen
zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat oder Phosphat
(NDüngGewNPVO)*)
Vom 3. Mai 2021

§ 4
Zusätzliche abweichende Anforderungen für die Gebietskulisse Oberflächengewässer

Für die Gebietskulisse Oberflächengewässer gelten die folgenden zusätzlichen Anforderungen:

1.

Abweichend von § 3 Abs. 6 Satz 1 DüV dürfen

a)

auf Schlägen mit einem Humusgehalt von bis zu 15 Prozent, bei denen die Bodenuntersuchung nach § 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 DüV ergeben hat, dass der Phosphatgehalt im Durchschnitt (gewogenes Mittel)

aa)

25 Milligramm Phosphat je 100 Gramm Boden nach der CAL-Methode,

bb)

31,25 Milligramm Phosphat je 100 Gramm Boden nach der DL-Methode oder

cc)

4,5 Milligramm Phosphor je 100 Gramm Boden nach dem EUF-Verfahren

überschreitet, und

b)

auf Schlägen mit einem Humusgehalt von über 15 Prozent, bei denen die Bodenuntersuchung nach § 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 DüV ergeben hat, dass der Phosphatgehalt im Durchschnitt (gewogenes Mittel)

aa)

12 Milligramm Phosphat je 100 Milliliter Boden nach der CAL-Methode,

bb)

15 Milligramm Phosphat je 100 Milliliter Boden nach der DL-Methode oder

cc)

2,2 Milligramm Phosphor je 100 Milliliter Boden nach dem EUF-Verfahren

überschreitet,

phosphathaltige Düngemittel höchstens bis zu 75 Prozent und ab dem 1. Januar 2023 höchstens bis zu 50 Prozent der erwarteten Nährstoffabfuhr aufgebracht werden.

2.

1Außerdem dürfen abweichend von § 3 Abs. 6 Satz 1 DüV

a)

auf Schlägen mit einem Humusgehalt von bis zu 15 Prozent, bei denen die Bodenuntersuchung nach § 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 DüV ergeben hat, dass der Phosphatgehalt im Durchschnitt (gewogenes Mittel)

aa)

40 Milligramm Phosphat je 100 Gramm Boden nach der CAL-Methode,

bb)

50 Milligramm Phosphat je 100 Gramm Boden nach der DL-Methode oder

cc)

7,2 Milligramm Phosphor je 100 Gramm Boden nach dem EUF-Verfahren

überschreitet, und

b)

auf Schlägen mit einem Humusgehalt von über 15 Prozent, bei denen die Bodenuntersuchung nach § 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 DüV ergeben hat, dass der Phosphatgehalt im Durchschnitt (gewogenes Mittel)

aa)

20 Milligramm Phosphat je 100 Milliliter Boden nach der CAL-Methode,

bb)

25 Milligramm Phosphat je 100 Milliliter Boden nach der DL-Methode oder

cc)

3,6 Milligramm Phosphor je 100 Milliliter Boden nach dem EUF-Verfahren

überschreitet,

phosphathaltige Düngemittel höchstens bis zu 50 Prozent der erwarteten Nährstoffabfuhr und ab dem 1. Januar 2023 gar nicht aufgebracht werden. 2Für Betriebe, die nach § 35 der Verordnung (EU) 2018/848 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2018 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen sowie zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates (ABl. EU Nr. L 150 S. 1; 2020 Nr. L 37 S. 26, Nr. L 324 S. 65), zuletzt geändert durch die Delegierte Verordnung (EU) 2020/1794 der Kommission vom 16. September 2020 (ABl. EU Nr. L 402 S. 23), zertifiziert sind, bleibt der Höchstwert von 50 Prozent der erwarteten Nährstoffabfuhr nach Satz 1 auch über den 31. Dezember 2022 hinaus maßgeblich.

3.

Abweichend

a)

von § 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 in Verbindung mit Satz 2 DüV ist beim Aufbringen von stickstoff- oder phosphathaltigen Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln ein Abstand von mindestens 5 Metern einzuhalten,

b)

von § 5 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 DüV dürfen stickstoff- oder phosphathaltige Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel innerhalb eines Abstandes von 10 Metern zur Böschungsoberkante nicht aufgebracht werden und

c)

von § 5 Abs. 3 Satz 2 DüV dürfen stickstoff- oder phosphathaltige Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel bei einer Hangneigung nach § 5 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 DüV innerhalb eines Abstandes von 10 bis 30 Metern zur Böschungsoberkante nur in der dort genannten Weise aufgebracht werden.

4.

Abweichend von § 6 Abs. 8 Satz 3 DüV dürfen Düngemittel mit einem wesentlichen Gehalt an Phosphat in der Zeit vom 1. Dezember bis zum Ablauf des 15. Februar nicht aufgebracht werden.


Fußnoten ausblendenFußnoten

*)
Diese Verordnung dient auch der Umsetzung
1.
der Richtlinie 91/676/EWG des Rates vom 12. Dezember 1991 zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen (ABl. EG Nr. L 375 S. 1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1137/2008 (ABl. EU Nr. L 311 S. 1), und
2.
der Richtlinie 2001/81/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2001 über nationale Emissionshöchstmengen für bestimmte Luftschadstoffe (ABl. EG Nr. L 309 S. 22), zuletzt geändert durch die Richtlinie (EU) 2016/2284 (ABl. EU Nr. L 344 S. 1).

 


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