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Amtliche Abkürzung:APVO-RettSan
Fassung vom:22.06.2021
Gültig ab:01.07.2021
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Niedersachsen
Gliederungs-Nr:21062
Verordnung über die Ausbildung und Prüfung
für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter
(APVO-RettSan)
Vom 22. Juni 2021

Anlage 1

(zu § 3 Abs. 1 Satz 3)

Rahmenlehrplan,
Theoretisch-Praktische Ausbildung

Themenbereich A:
Handlungsfeld Krankentransport
und Rettungsdienst

Zeitansatz

Rettungssanitäterschule

Behandlungseinrichtung

Lehrrettungswache

60 Unterrichtseinheiten

16 Stunden

40 Stunden

Thema

Kompetenzziele

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Thema A1:

Organisatorische Grundlagen

-

sind über den Ablauf der Rettungssanitäter-Ausbildung informiert;

Thema A2:

Im Krankentransport und Rettungsdienst mitwirken

-

grenzen die Aufgaben des Krankentransports und des Rettungsdienstes voneinander ab,

-

ordnen die Berufe und deren Tätigkeiten im Krankentransport und Rettungsdienst ein,

-

beschreiben die Organisationsstrukturen und Ressourcen des Krankentransports und des Rettungsdienstes,

-

erläutern die Auswirkungen der föderalistischen Strukturen auf den Krankentransport und Rettungsdienst,

-

verstehen den Rettungsdienst als Teil des Bevölkerungsschutzes und stellen Schnittstellen und die Aufgabenverteilung innerhalb der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben dar,

-

legen die Grundlagen der Finanzierung des Krankentransports und des Rettungsdienstes dar,

-

entwickeln ein Selbstverständnis für grundlegende Verhaltensanforderungen an das Rettungsdienstpersonal;

Thema A3:

Sich im Krankentransport und Rettungsdienst angemessen verhalten

-

verwenden situations- und sachgerecht die persönliche Schutzausrüstung,

-

beachten berufsgenossenschaftliche Regelungen und Arbeitsschutzvorschriften im Einsatz,

-

nutzen die Möglichkeiten zum Eigenschutz,

-

arbeiten im Team und respektieren Führungsstrukturen im Einsatz,

-

kommunizieren im Einsatz kollegial,

-

wenden Kommunikationsstrategien mit Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Dritten situationsgerecht an,

-

nutzen eine risikoorientierte und fehlervermeidende Kommunikation,

-

ermitteln und berücksichtigen die Bedürfnisse der ihnen anvertrauten Patientinnen und Patienten,

-

ordnen ihr Verhaltens in den jeweiligen sozialen und kulturellen Kontext ein,

-

ordnen die eigene Position in das Gesamtgefüge ein,

-

stellen sich flexibel auf neue Situationen ein,

-

richten ihre Tätigkeit nach Qualitätsgrundsätzen unter Berücksichtigung rechtlicher, ökonomischer und ökologischer Grundsätze aus,

-

entwickeln Wertevorstellungen und beachten diese im beruflichen und privaten Umfeld,

-

reflektieren ihr eigenes Verhalten und wirken an der Evaluation von Einsätzen mit;

Thema A4:

Verschiedene rechtliche Fragestellungen berücksichtigen

-

entwickeln ein Grundverständnis für das Rechtssystem in Deutschland,

-

ordnen rettungsdienstliche Handlungssituationen in die unterschiedlichen Rechtsgebiete ein,

-

übertragen relevante Regelungen der StVO auf konkrete Einsatzsituationen,

-

beachten grundlegende Regelungen der Arbeitsschutzgesetze und -verordnungen,

-

sind sich der Bedeutung von Datenschutz, Schweigepflicht und Briefgeheimnis bewusst und übertragen sie auf einzelne Fallkonstellationen,

-

beachten relevante Inhalte des Medizinprodukterechts;

Thema A5:

Bei der standardisierten Patientenversorgung mitwirken

-

führen eine strukturierte Erstversorgung von Patienten unterschiedlicher Altersgruppen durch,

-

erfassen das ABCDE-Schema in seinen Grundzügen und Prioritäten,

-

unterscheiden in Primary und Secondary Survey,

-

passen ihre Versorgungsstrategien der jeweiligen Patientensituation;

Thema A6:

Nach hygienischen Grundsätzen arbeiten

-

verfügen über Grundkenntnisse relevanter Begriffe und Definitionen im Bereich der Hygiene,

-

beachten die relevanten gesetzlichen Grundlagen, berufsgenossenschaftlichen Regelungen und Arbeitsschutzvorschriften im Bereich der Hygiene und der Infektionsvorbeugung,

-

wenden präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionen gemäß eines Rahmen-Hygieneplans und anderer behördlicher oder organisatorischer Vorgaben an,

-

sind sich ihrer Aufgaben, Verantwortung und Grenzen im Einsatz bewusst;

Thema A7:

Pharmakologische Grundlagen im Einsatz berücksichtigen

-

geben relevante Inhalte des Arzneimittelgesetzes wieder,

-

berücksichtigen relevante Inhalte des Betäubungsmittelgesetzes,

-

verfügen über Grundkenntnisse pharmakologischer Grundlagen,

-

differenzieren verschiedene Applikationsarten und führen diese durch oder assistieren bei deren Durchführung,

-

unterscheiden im Rettungsdienst gebräuchliche Notfallmedikamente nach ihrem Anwendungszweck;

Thema A8:

Dokumentieren im Krankentransport und Rettungsdienst

-

sind sich der Notwendigkeit einer guten Dokumentation, auch aus rechtlicher Hinsicht, bewusst und dokumentieren adäquat,

-

wenden die Hilfsmittel zur Dokumentation an;

Thema A9:

Transport und Übergabe durchführen

-

wenden Maßnahmen und Techniken zur Rettung und zum Umlagern unterschiedlich erkrankter und verletzter Patientinnen und Patienten mit und ohne Hilfsmittel an und berücksichtigen dabei Aspekte des rückenschonenden Arbeitens,

-

beherrschen Maßnahmen und Techniken zum Führen und Begleiten von gehfähigen Patientinnen und Patienten unter Berücksichtigung kinästhetischer Grundsätze,

-

gehen sach- und fachgerecht mit Sonden und Kathetern um,

-

differenzieren die Krankentransportmittel im Krankenwagen nach DIN EN 1865 nach Einsatzzweck,

-

führen Maßnahmen zur Patienten- und Ladungssicherung durch,

-

berücksichtigen die Grundlagen der Fahrphysik und setzen diese im Fahrverhalten um,

-

führen eine strukturierte Übergabe durch;

Thema A10:

Sich in besonderen Einsatzlagen (MANV, Amok, Terror, CBRN) angemessen verhalten

-

ordnen ihre Position in den Gesamtkontext der Hilfeleistungsstrukturen bei Großschadensereignissen und besonderen Einsatzlagen ein,

-

differenzieren die unterschiedlichen Kategorien von Schadensereignissen,

-

ordnen die Aufgaben beteiligter Behörden, Institutionen und Organisationen im Großschadensfall ein,

-

wenden präventive Maßnahmen zur Vermeidung einer Eigengefährdung bei Großschadensereignissen und besonderen Einsatzlagen an,

-

unterscheiden die Behandlungsstrategien bei Großschadensereignissen und besonderen Einsatzlagen von der Patientenversorgung in der Individualmedizin,

-

wirken an der Vorsichtung mit.

 

Themenbereich B:
Versorgung nach dem ABCDE-
Schema

Zeitansatz

Rettungssanitäterschule

Behandlungseinrichtung

Lehrrettungswache

120 Unterrichtseinheiten

56 Stunden

88 Stunden

Thema

Kompetenzziel

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Thema B1:

Menschen mit A-Problemen versorgen

-

verfügen über Grundkenntnisse der Anatomie, Physiologie und der allgemeinen Pathophysiologie der Atemwege,

-

erkennen und beheben Atemwegsverlegungen unterschiedlicher Ursachen auch unter Zuhilfenahme geeigneter Hilfsmittel,

-

wenden relevante Lagerungsarten an,

-

wirken bei der Sicherung des Atemwegs durch höherqualifiziertes medizinisches Fachpersonal mit;

Thema B2:

Menschen mit B-Problemen versorgen

-

verfügen über Grundkenntnisse der Anatomie, Physiologie und der allgemeinen Pathophysiologie des Atmungssystems,

-

erkennen Atemstörungen unterschiedlicher Ursachen und führen geeignete Erstversorgungsmaßnahmen durch,

-

wenden Maßnahmen bei Atemstörungen, Ateminsuffizienz und Atemstillstand an,

-

wenden relevante Lagerungsarten an;

Thema B3:

Menschen mit C-Problemen versorgen

-

verfügen über Grundkenntnisse der Anatomie, Physiologie und der allgemeinen Pathophysiologie des Herz-Kreislauf-Systems,

-

erkennen Kreislauf- und Durchblutungsstörungen unterschiedlicher Ursachen und führen geeignete Erstversorgungsmaßnahmen durch,

-

führen geeignete Erstversorgungsmaßnahmen zur Schockvorbeugung und zur Kontrolle lebensbedrohlicher Blutungen durch,

-

wenden relevante Lagerungsarten an,

-

führen geeignete Wiederbelebungsmaßnahmen durch;

Thema B4:

Menschen mit D-Problemen versorgen

-

verfügen über Grundkenntnisse der Anatomie, Physiologie und der allgemeinen Pathophysiologie des Gehirns und des Nervensystems,

-

erkennen neurologische Störungen unterschiedlicher Ursachen und führen geeignete Erstversorgungsmaßnahmen durch,

-

wenden relevante Lagerungsarten an;

Thema B5:

Menschen mit E-Problemen versorgen

-

berücksichtigen Aspekte aus Umwelt und Umgebung bei der Versorgung,

-

gewinnen Informationen durch die Befragung von anwesenden Dritten,

-

wissen um die Gefahr der Unterkühlung und führen einen angemessenen Wärmeerhalt durch,

-

erkennen thermische Störungen unterschiedlicher Ursachen und führen geeignete Erstversorgungsmaßnahmen durch,

-

erkennen Verletzungen und führen geeignete Erstversorgungsmaßnahmen auch unter Zuhilfenahme geeigneter Hilfsmittel durch,

-

wenden relevante Lagerungsarten an.

Thema B6:

Informationen durch Anamneseerhebung gewinnen

-

wenden etablierte, strukturierte Abfrageschemata zur Informationsgewinnung und Patientenübergabe an,

-

nutzen unterschiedliche Anamneseformen zur Informationsgewinnung,

-

führen eine notfallbezogene Untersuchung durch.

Thema B7:

Bei der weiteren Versorgung mitwirken

-

sind sich der Notwendigkeit der Reevaluation bewusst und führen ein Secondary Survey durch,

-

erkennen eigene Grenzen der Versorgung und fordern geeignete Ressourcen nach,

-

ermitteln die geeignete Versorgungseinrichtung nach adäquaten Kriterien,

-

führen den Transports unter Berücksichtigung medizinischer Aspekte und der Lagerung durch,

-

verfügen über ein Überblickswissen zur weiteren apparativen Untersuchung und Versorgung in der Klinik;

 

Themenbereich C:
Spezielle Versorgung

Zeitansatz

Rettungssanitäterschule

Behandlungseinrichtung

Lehrrettungswache

40 Unterrichtseinheiten

4 Stunden

16 Stunden

Thema

Kompetenzziel

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Thema C1:

Menschen mit Verletzungen versorgen

-

verfügen über Grundkenntnisse der Anatomie, Physiologie und der allgemeinen Pathophysiologie des Stütz- und Bewegungssystems,

-

wenden Maßnahmen des Eigenschutzes und des Schutzes Dritter an,

-

differenzieren unterschiedliche Verletzungsmuster,

-

schätzen Patientenschäden unter Berücksichtigung kinematischer Grundsätze ein,

-

berücksichtigen einsatztaktische Grundsätze bei der Zusammenarbeit mit Dritten,

-

führen allgemeine und spezielle Maßnahmen zur Versorgung von Verletzten anhand des ABCDE-Schemas durch,

-

erkennen unmittelbar lebensbedrohliche Situationen und führen notwendige lebensrettende Maßnahmen durch;

Thema C2:

Menschen nach Elektrounfällen versorgen

-

wenden Maßnahmen des Eigenschutzes und des Schutzes Dritter an,

-

differenzieren unterschiedliche Elektrounfälle,

-

schätzen Patientenschäden durch die Einwirkung von elektrischem Strom ein,

-

berücksichtigen einsatztaktische Grundsätze bei der Zusammenarbeit mit Dritten,

-

führen allgemeine und spezielle Maßnahmen bei Elektrounfällen anhand des ABCDE-Schemas durch,

-

erkennen unmittelbar lebensbedrohliche Situationen durch Elektrounfälle und führen notwendige lebensrettende Maßnahmen durch;

Thema C3:

Menschen nach Tauch- oder Ertrinkungsunfällen versorgen

-

wenden Maßnahmen des Eigenschutzes und des Schutzes Dritter an,

-

berücksichtigen einsatztaktische Grundsätze bei der Zusammenarbeit mit Dritten,

-

führen allgemeine und spezielle Maßnahmen bei Tauch- und Ertrinkungsunfällen anhand des ABCDE Schemas durch;

Thema C4:

Patientinnen mit gynäkologischen und geburtshilflichen Notfällen versorgen

-

verfügen über Grundkenntnisse der topografischen Anatomie und grundlegender physiologischer Aspekte der weiblichen Geschlechtsorgane,

-

beschreiben die grundlegenden physiologischen Vorgänge einer Geburt,

-

erfassen spezielle Notfallbilder in Gynäkologie und Geburtshilfe und leiten Erstversorgungsmaßnahmen ein,

-

führen allgemeine und spezielle Maßnahmen bei Notfällen und Ereignissen in Gynäkologie und Geburtshilfe anhand des ABCDE-Schemas durch, dabei berücksichtigen sie psychosoziale Bedürfnisse der Patientinnen,

-

wirken bei Maßnahmen zur Versorgung von Notfällen und Ereignissen in Gynäkologie und Geburtshilfe durch höherqualifiziertes medizinisches Fachpersonal mit;

Thema C5:

Notfälle bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen versorgen

-

differenzieren die verschiedenen Lebensalters-Phasen und erkennen die Zusammenhänge mit relevanten anatomischen, physiologischen und pathophysiologischen Besonderheiten,

-

erfassen spezielle Notfallbilder im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter und leiten Erstversorgungsmaßnahmen ein,

-

führen allgemeine und spezielle Maßnahmen bei Notfällen und Ereignissen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter anhand des ABCDE-Schemas durch, dabei berücksichtigen sie psychosoziale Bedürfnisse der unterschiedlichen Altersgruppen,

-

wirken bei Maßnahmen zur Versorgung von Notfällen und Ereignissen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter durch höherqualifiziertes medizinisches Fachpersonal mit,

-

führen geeignete Wiederbelebungsmaßnahmen durch;

Thema C6:

Ältere Menschen versorgen

-

verfügen über Grundkenntnisse relevanter anatomischen, physiologischen und pathophysiologischen Veränderungen bei geriatrischen Patientinnen und Patienten,

-

beachten die Besonderheiten, die sich aus den Umständen der Versorgung älterer Menschen ergeben,

-

führen allgemeine und spezielle Maßnahmen bei älteren Menschen anhand des ABCDE-Schemas durch, dabei berücksichtigen sie psychosoziale Bedürfnisse der betroffenen Altersgruppe,

-

berücksichtigen die spezifische Lebenssituation älterer Menschen;

Thema C7:

Menschen mit abdominellen Beschwerden versorgen

-

verfügen über Grundkenntnisse der topografischen Anatomie und grundlegender physiologischer und pathophysiologischer Aspekte der Bauchorgane und des Uro-Genital-Bereichs, insbesondere in Hinblick auf traumatische Blutungen,

-

führen allgemeine und spezielle Maßnahmen bei Notfällen des Abdomens anhand des ABCDE-Schemas durch,

-

erkennen unmittelbar lebensbedrohliche Situationen bei Notfällen des Abdomens und führen notwendige lebensrettende Maßnahmen durch;

Thema C8:

Menschen mit psychischen Störungen versorgen

-

erkennen relevante psychiatrische Notfallbilder anhand typischer Symptome,

-

wenden allgemeine Maßnahmen, insbesondere zum Eigenschutz im Umgang mit Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen, an,

-

beachten relevante Rechtsgrundlagen (z. B. Zwangs- und Vollstreckungsmaßnahmen);

Thema C9:

Menschen mit Vergiftungen versorgen

-

verfügen über Grundkenntnisse grundlegender Begriffe im Bereich der Toxikologie,

-

berücksichtigen relevante Maßnahmen zum Eigenschutz und zum Schutz von Dritten,

-

erkennen relevante Intoxikationen anhand typischer Symptome,

-

nutzen spezielle Möglichkeiten der Informationsbeschaffung (z. B. Giftinformationszentrale)

-

führen allgemeine und spezielle Maßnahmen bei Vergiftungen anhand des ABCDE-Schemas durch,

-

erkennen unmittelbar lebensbedrohliche Situationen bei Vergiftungen und führen notwendige lebensrettende Maßnahmen durch;

Thema C10:

Menschen mit Infektionskrankheiten/-gefährdungen versorgen

-

verfügen über Grundkenntnisse zum Aufbau und zur Funktion des Immunsystems,

-

berücksichtigen Übertragungswege von Infektionskrankheiten,

-

sind sich der Gefahren häufiger Infektionskrankheiten und nosokomialer Infektionen bewusst,

-

wenden spezielle Eigen- und Patientenschutzmaßnahmen sowie Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen gemäß einem Rahmen-Hygieneplan und anderen gesetzlichen, behördlichen oder organisatorischen Vorgaben an,

-

beachten spezielle Hygienemaßnahmen für besondere Patientengruppen.

 

Themenbereich D:
Psychosoziale Aspekte

Zeitansatz

Rettungssanitäterschule

Behandlungseinrichtung

Lehrrettungswache

20 Unterrichtseinheiten

4 Stunden

16 Stunden

Thema

Kompetenzziele

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Thema D1:

Psychosoziale Erste Hilfe/Notfallversorgung (PSNV) sicherstellen

-

sind sich der Bedeutung von psychosozialer Erster Hilfe/Notfallversorgung bewusst,

-

unterscheiden ausgewählte Reaktionen von Patientinnen und Patienten, Angehörigen und anderen Beteiligten in Notfällen,

-

erkennen eine Eigen- und/oder Fremdgefährdung und berücksichtigen relevante Maßnahmen zum Eigenschutz und zum Schutz von Dritten,

-

wenden Handlungsprinzipien der psychosozialen Ersten Hilfe an

-

stellen eine Anschlussversorgung über Notfallseelsorge/ Krisenintervention sicher;

Thema D2:

Akute Belastungsreaktionen und Posttraumatische Belastungsstörungen erkennen

-

erkennen akute Stressreaktionen im Einsatz bei sich und anderen Beteiligten,

-

nehmen Symptome einer akuten Belastungsreaktion wahr,

-

grenzen akute Belastungsreaktionen zur Posttraumatischen Belastungsstörung (und Traumafolgestörungen) ab;

Thema D3:

Bewältigungsstrategien (Coping Strategien) nutzen

-

wenden Strategien zur Ablenkung an (Abstand gewinnen),

-

nutzen Verarbeitungsstrategien;

Thema D4:

Kollegiale Unterstützung sicherstellen

-

sind sich der Bedeutung der kollegialen Ressource in Krisensituationen bewusst,

-

wenden Handlungsprinzipien der kollegialen Unterstützung an,

-

nutzen die Möglichkeiten einer Anschlussversorgung.

 



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