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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Aktenzeichen:204.1-42503/2-828
Erlassdatum:04.12.2014
Fassung vom:17.07.2019
Gültig ab:01.09.2019
Gültig bis:31.12.2021
Quelle:Wappen Niedersachsen
Gliederungs-Nr:keine Angaben verfügbar
Tierschutz; Umsetzung der "Vereinbarung zur Weiterentwicklung von Mindestanforderungen an die Haltung von Moschusenten" ("Moschusentenvereinbarung") - Anlage 1f: Merkblatt mit Maßnahmen zur Verhinderung von Federpikken und Kannibalismus sowie Notfallmaßnahmen bei Auftritt von Federpicken und Kannibalismus

Zum Hauptdokument : Tierschutz; Umsetzung der "Vereinbarung zur Weiterentwicklung von Mindestanforderungen an die Haltung von Moschusenten" ("Moschusentenvereinbarung")



Anlage 6



Merkblatt mit Maßnahmen zur Verhinderung
von Federpikken und Kannibalismus
sowie Notfallmaßnahmen bei Auftritt
von Federpicken und Kannibalismus



Die hier in zufälliger Reihenfolge
dargestellten Maßnahmen spiegeln die Erfahrungen
aus der Praxis wieder und können durchaus
kumulativ eingesetzt werden. –





1.


Erhöhung des Rohfaserangebotes nach der 2. Woche (z.B. Heu, Maissilage oder Hafer mit geringem Hektolitergewicht)


Zugang zu Einstreu


Umstallung in den Mastbereich, wenn möglich, zur 5. Lebenswoche


Erhöhung des Betreuungs- und Beobachtungsintervalls während der kritischen Zeit (5.-8. Lebenswoche)


Zugang zu häufig wechselnden Beschäftigungsmaterial (z.B. Heuraufen, Strohbesen, Bälle, Metallketten, Futter in der Einstreu)


Angebot von Kochsalz (NaCl) über das Trinkwasser


Verminderung der Lichtstärke ab der 5.–8. Woche oder Färbung des Lichtes (vgl. lfd. Nr. 11 der Vereinbarung)


Zusätzliches Angebot von Nippelsträngen (müssen nicht wasserführend sein)


Futtergaben im Einstreubereich (Beschäftigung)


Sofortiges Entfernen von kränkelnden und schwachen Tieren


Überangebot von Fress- und Tränkeplätzen (Verminderung des Konkurrenz-Verhaltens) ab der 5. Woche


Gabe von Magnesium-haltigen Ergänzungsfuttern (Beruhigung)


Gabe von aminosäurehaltigen Ergänzungsfuttern


Optimierung von Lüftungs- und Temperaturmanagement




2.


Bereits bei den ersten Anzeichen von Kannibalismus und/oder Federpicken müssen erste Maßnahmen eingeleitet werden, um das Problem kontrollieren zu können!



Informieren Sie umgehend Ihren Tierarzt und/oder Geflügelberater um weitere Maßnahmen zu besprechen.



Sofortmaßnahmen:



Betroffene oder auslösende Tiere aus der Herde nehmen


Intensivierung der Tierbetreuung


Überprüfung von Beschäftigungsmaterial


Verhinderung von direkter Sonneneinstrahlung


Reduzierung der Lichtintensität


Überprüfung und ggf. Verbesserung der Luftqualität im Stall

 


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