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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Inneres und Sport
Aktenzeichen:43-23410/100
Erlassdatum:18.05.2015
Fassung vom:23.05.2018
Gültig ab:25.05.2018
Gültig bis:31.12.2020
Quelle:Wappen Niedersachsen
Gliederungs-Nr:keine Angaben verfügbar
Erhebung von Geobasisdaten durch Liegenschaftsvermessungen (LiegVermErlass) - Anlage 6: Genauigkeit und Vertrauenswürdigkeit für Objektpunkte des Liegenschaftskatasters

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis


Zum Hauptdokument : Erhebung von Geobasisdaten durch Liegenschaftsvermessungen (LiegVermErlass)



Anlage 6



Genauigkeit und Vertrauenswürdigkeit
für Objektpunkte des Liegenschaftskatasters



1.


1.1
Grundsätze


Lageabweichungen und Streckenabweichungen sind nach Nummer 1.2 zu ermitteln. Sie dürfen die größten zulässigen Abweichungen nach Nummer 1.3 nicht überschreiten.



Die sich aus den größten zulässigen Abweichungen für neu erhobene Objektpunkte (Nummer 1.3) ergebende Genauigkeit ist in Nummer 1.4 aufgeführt.



1.2
Berechnung der Abweichungen


Lageabweichungen (dL) sind zwischen Soll- und Istwerten sowie bei Mehrfachbestimmungen zwischen größtem (g) und kleinstem (k) Wert nach



dL 

  = 

√∆E2 + ∆N2

  mit 

∆ E = ESoll - EIst

  und 

∆ N = NSoll - NIst




  bzw. 

∆ E = Eg - Ek

  und 

∆ N = Ng - Nk





E = East;


N = North



zu ermitteln.



Streckenabweichungen (dS) zwischen Soll- und Istwerten sowie zwischen gerechneten (ger) und gemessenen (gem) Strecken errechnen sich aus den horizontalen Strecken (Sh) in Höhe des Standpunktes nach



dS = ShSoll - ShIst

  bzw.  

dS = Shger - Shgem



1.3
Größte zulässige Abweichungen


Lagefestpunkte und Netzpunkte des Liegenschaftskatasters gelten grundsätzlich als örtlich unverändert, wenn die Koordinaten aus der Überprüfungsvermessung — bezogen auf die Sicherungs- oder Nachbarpunkte — um nicht mehr als 0,014 m voneinander abweichen.



Die größten zulässigen Abweichungen (dL) betragen für den vorgesehenen Anschluss beim polaren Vermessungsverfahren sowie für die Kontroll- und Transformationspunkte beim satellitengestützten Vermessungsverfahren dL = 0,020 m.



Für neu bestimmte Objektpunkte betragen die größten zulässigen Abweichungen (dG) in allen Vermessungsverfahren bei Mehrfachbestimmungen dG = 0,040 m. Dieser Wert gilt auch für die Übertragung von Sollwerten mit abschließender Kontrollaufnahme.



Als größte zulässige Abweichungen bei Gebäudevermessungen sollen



a)
bei den Restabweichungen nach der Transformation auf die direkt aufgenommenen Punkte vE bzw. vN den Wert von 0,060 m und


b)
bei Rechtwinkel-Polygonen


fX bzw. fY den Wert von 0,060 m · √n (n=Anzahl der Gebäudeecken)


nicht überschreiten.



1.4
Standardabweichung


Aus der größten zulässigen Abweichung dG ergibt sich für die Lage mehrfach bestimmter Objektpunkte für das Mittel eine Standardabweichung s ≤ 0,020 m.



Für Grenzpunkte sind ellipsoidische Höhen im ETRS89_h mit einer Standardabweichung s 5 m zu erheben (Genauigkeitsstufe 3300). Die Differenz zwischen Geräte- und Reflektorhöhe kann vernachlässigt werden, wenn sie weniger als 1.5 m beträgt.



2.


Alle Vermessungen und Auswertungen sind so durchzuführen, dass deren Ergebnisse wirksam kontrolliert und somit vertrauenswürdig sind.



Die Vertrauenswürdigkeit ist durch Doppelbestimmung rechnerisch nachzuweisen (Vertrauenswürdigkeit 1200). Bei Gebäuden, die ohne Doppelbestimmung erhoben worden sind, kann die Überprüfung durch Sachverstand, z.B. Rechtwinkelpolygon, erfolgen (Vertrauenswürdigkeit 1300).



Höhen von Grenzpunkten sind einmal zu erheben (Vertrauenswürdigkeit 1400).

 


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